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Neubau einer Mensa am Standort Westerberg,
Osnabrück Wettbewerb Jury Prof. Meinhard von Gerkan Erwin Uhrmacher Prof. Dr.-Ing. Klaus Borchard Prof. Martin Korda Prof. Ursula Ringleben Prof. Edgar van Schayck Wolfgang Griesert Prof. Bernd Hermann 1 Preis pbr Planungsbüro Rohling AG Osnabrück 2. Preis büroMOSAIK Hannover 3. Preis BKS Architekten Lübbecke 4. Preis Dr. Ahrens + Pörtner Hilter |
Maßstäblichkeit in wilhelminischem Kontext pbr gewinnt den Wettbewerb um den Neubau der Mensa für die Fachhochschule in Osnabrück. Hilke und Heinz Eustrup stellen sich unseren Fragen zum Wettbewerb. ![]() Worin liegt die Besonderheit Ihres Vorschlags? Die Innovation des Siegerprojektes liegt in seiner städtebaulichen und baukörperlichen Reduzierung sowie im Respekt vor den Bedingungen des Standortes. In einer städtebaulich heterogenen Gemengelage galt es, einen mittelbaren und einen unmittelbaren Bezug zum Ort zu schaffen. Als mittelbarer Bezug zum Bauort wird das Thema eines umgebende Gebäude sammelnden Platzes gefunden. So wie der benachbart gelegene Exerzierplatz Gebäude um sich herum sammelt, so ist der beabsichtigte Campus das verbindende Element einer über die Mensa hinausgehenden städtebaulichen Entwicklung. Das neue Mensagebäude leitet seine Maßstäblichkeit aus seinem unmittelbaren Kontext, der wilhelminischen von-Stein-Kaserne ab. Insofern besteht die Innovation hier eher in einer sich rückbesinnenden demütigen Haltung des Weiterbauens. Nicht das einzelne Bauwerk als Solitär nimmt sich hier wichtig, sondern sein Beitrag zu einer baulichen Entwicklung, zu einer verbesserten städtebaulichen Qualität steht im Fokus unseres Interesses. Wie haben Sie auf den Kontext reagiert? Neben den erwähnten städtebaulichen Dispositionen wird über die Materialität der Fassade, einem gelb-ocker-farbenen Naturstein, eine Kontextualität zur „von-Stein-Kaserne" hergestellt. Auch hier eine Anlehnung an vor Ort gefundene und als weiterführungswürdig eingeschätzte Qualitäten. Funktional zeigt sich die neue Mensa zum Campus hin als einladend. Transparent im Zugangsbereich. Ein Café mit Außenbetischung sowie eine lichte großzügige Treppenanlage zum 1. Obergeschoss, dem Speisesaal, verweben sinnfällig diese neue Einrichtung mit ihren Benutzern. Worin lag die Herausforderung der Aufgabenstellung? Es waren nicht die funktionalen Zuordnungen innerhalb der Mensa, sondern der Umstand, mit einem relativ kleinen Gebäude den ersten Baustein für eine umfassende Hochschulentwicklung zu legen. Wir wünschen eine Konsistenz unserer Vorschläge und dies auch innerhalb der sich über einen langen Zeitraum erstreckenden weiteren baulichen Ergänzungen. ![]() ![]() Das eMail-Interview führte Peter Petz Die gesamte Wettbewerbsdokumentation finden Sie in wa 10/2008
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