Das Abstandmontagesystem Thermax gibt es in zwei verschiedenen Größen: Thermax 8 und 10 für mittelschwere Gegenstände (oben), Thermax 12 und 16 dagegen für schwere Konstruktionen bis 25 kN (Mitte).
Schwere Lasten einfach befestigt Aufgrund der steigenden Anforderungen an den Wärmeschutz werden die Außenwände der meisten Wohngebäude mittlerweile mit einem Wärmedämmverbundsystem "umhüllt". Trotzdem muss nach wie vor allerlei an der Fassade montiert werden, wie Regenfallrohre, Leuchten, Briefkästen, Alarmanlagen und Blitzableiter. Um die Halterungen in der Tragkonstruktion verankern zu können, muss die Dämmung durchstoßen werden. Dazu wurde bisher meist mit Distanzdübeln, Unterkonstruktionen aus Holz oder Kunststoff oder gekonterten Gewindestangen gearbeitet. Diese Lösungen sind in der Regel aufwändig und Distanzhüllen erzeugen außerdem ein ungünstiges statisches System mit geringem inneren Hebelarm. Einfacher und sicherer geht es mit dem Abstandsmontagesystem Thermax von Fischer, mit dem Dämmungen von 60 bis 170 Millimetern überbrückt werden können. Die Besonderheit dieses Produkts ist ein Konus aus glasfaserverstärktem Kunststoff, der die galvanisch verzinkte Ankerstange zur Befestigung in der Wand und den aus Edelstahl gefertigten Gewindestift zur Montage von Leuchte & Co miteinander verbindet und gleichzeitig thermisch trennt. In das Bohrloch wird ein spezieller Injektionsmörtel gespritzt, der Thermax dauerhaft Halt in der Wand gibt. Der Ringspalt am Putz wird mit Dichtkleber und einer speziellen Abdeckkappe verschlossen. Aus welchem Material dabei die Außenwände bestehen, spielt fast keine Rolle, denn Thermax ist zugelassen für ungerissenen Beton, Mauerziegel, Kalksandvollsteine, Hohlblocksteine aus Leichtbeton, Hochlochziegel und Kalksandlochsteine. Selbst für Porenbeton ist er nach Angaben des Herstellers geeignet. Weitere Vorteile: Für alle Baustoffe kann eine Art von Dübel verwendet werden, die Montage erfolgt ohne Sonderwerkzeug. Für die Verankerung mittlerer Lasten gibt es Thermax 8 und Thermax 10, bei schweren Konstruktionen muss dagegen Thermax 12 und Thermax 16 her, die jeweils bis zu 25 kN halten. sh
Zurückhaltende Fassadenkonstruktion Aus 275 Isolierglaselementen – allesamt an Punkthaltern befestigt – setzt sich die erst kürzlich fertiggestellte Westfassade der neuen Landeszentralbank in Chemnitz zusammen. Beim Blick auf die Glasfassade erinnern die Scheiben aber mehr an den Naturstein Alabaster, der – in dünne Scheiben geschnitten – ebenfalls lichtdurchlässig ist. Die außergewöhnliche Optik stellt sich vor allem in den Abendstunden ein, wenn die transluzente Fassade von innen beleuchtet ist. Um dieses Ergebnis zu erzielen, entschied sich der spanische Architekt Josep Lluís Mateo, die Scheiben mit Keramikfarben zu bedrucken. Bei diesem Siebdruckverfahren werden die Farben in das Glas eingebrannt, was speziell für die sich gerne bedeckt haltenden Banken einen entscheidenden Vorteil bietet: Die Räume können natürlich belichtet werden, Einblicke von außen sind jedoch nicht möglich. Der Siebdruck wurde bei der Fassade der LZB in fünf Schichten auf der objektzugewandten Seite der Glasscheibe aufgebracht: Auf ein Punktraster in Spiegeldruck, welcher mit einer keramischen Farbe auf Platinbasis durchgeführt wurde, folgen graue und weiße Siebdruckpunkte sowie ein vollflächiger Deckdruck in Ätzton und Randsiebdruck. Zusammengehalten werden die in der Regel 1857 x 1056 Millimeter großen Scheiben der vorgespannten Konstruktion mit dem Punkthaltesystem Gewe-point, das die Firma Glassline aus Adelsheim in Zusammenarbeit mit Schollglas und den Planern entwickelt hat. Ein Spider, der fest mit den schlanken Fassadenstützen verbunden ist, nimmt jeweils vier flächenbündige Edelstahl-Punkthalter auf, die in der Ansicht einen Außendurchmesser von 40 Millimetern aufweisen. Die einzelnen Isolierglaselemente werden in den vier Ecken gehalten. Dieses System ermöglicht es, dass die konstruktiven Elemente fast gänzlich hinter der Fassade verborgen bleiben und die Struktur der bedruckten Gläser nach außen nahezu unberührt erscheint. sh