|  | |  Mit der neuen Wärmedämmfassade Poroton-WDF bleibt auch ein nachträglich gedämmtes Ziegelhaus ein Ziegelhaus – oder es wird damit sogar erst zu einem. | Zweite Schale Jahrelang hat sie heftigst "geschumpfen" auf die Dämmstoff-Lobby, mit allen Mitteln und harten Bandagen wurde um Ausnahme-U-Werte in der EnEV gekämpft, doch am Ende musste auch die Ziegelindustrie einsehen, dass eine Gebäudehülle mit guten Dämmwerten erheblich dazu beiträgt, den Wärmebedarf eines Gebäudes zu senken. Und auf einmal wurde die Ziegelbranche innovativ, die einzelnen Hersteller überboten sich gegenseitig mit Neuheiten, um die einschalige Außenwand zu retten. Zunächst wurde versucht, die Ziegel mit immer mehr Kammern und immer dünneren Stegen wärmetechnisch aufzurüsten (und zugleich statisch abzuspecken). Dann mischte man klammheimlich Styroporkügelchen unter die Tonmasse, die im Brennofen verglühten und luftige Poren im Stein hinterließen, bis schließlich sogar der ungeliebte Dämmstoff in die Luftkammern gestopft wurde, um konkurrenzfähige U-Werte zu erzielen. Einziger Haken: Alle diese Erfindungen konnten nicht dort ansetzen, wo ein großer Markt der Dämmstoffindustrie viele Jahre schon zu glänzenden Absatzzahlen verhalf – der Sanierung. Mit der ersten massiven Wärmedämmfassade aus Ziegeln versucht nun Schlagmann Poroton genau diese Lücke zu füllen. Faktisch gesehen handelt es sich dabei um eine Vorsatzschale aus hochwärmedämmenden Ziegeln, die – ähnlich einem Wärmedämmverbundsystem – vor der bestehenden Wand aufgemauert werden. Des Ziegels "Kern" ist die Füllung aus mineralischem Perlit (das ist natürliches Vulkangestein), die der Poroton-"Vorwand"-WDF zu einem Wärmeleitwert verhelfen, der mit 0,065 W/mK aber noch weit von den Wärmeleitgruppen 035 und 040 herkömmlicher Wärmedämmverbundsysteme entfernt ist. Insofern müssen andere Argumente überzeugen, so zum Beispiel, dass mit der eher mittelmäßigen Dämmleistung trotzdem Altbau-Außenwände energetisch um das Fünffache verbessert werden können und die 18 cm dicke Dämmfassade "nur" aus zwei Schichten besteht – eben den Poroton-WDF-Steinen und dem Leichtputz (und den Dübeln …). Es stimmt zwar – ein herkömmliches WDVS benötigt zusätzlich Gewebe und Grundputz, allerdings ist zu vermuten, dass es einfacher ist, leichte und großformatige Dämmplatten an der Fassade zu befestigen als viele kleine Dämmsteine miteinander zu vermörteln (und zuvor auf das Gerüst zu hieven) – von der Anschlussproblematik und dem Versetzen der ersten Steinreihe ganz zu Schweigen. Doch ungeachtet aller Bedenken – wer sich an dem Baustoff Ziegel erfreut, findet in der Wärmedämmfassade eine Lösung, die zwar aufwändiger, weniger effizient und vermutlich teuerer als herkömmliche Wärmedämmverbundsysteme ist, aber die Massivität einer Ziegelwand mit allen ihren Vorteilen (guter Brandschutz, Stabilität, keine Veralgungsgefahr, Langlebigkeit, frei von Schadstoffen und Ausgasungen) bewahrt. Es wäre interessant gewesen, zu erfahren, wie viel etwa die Steine wiegen und wo ungefähr der Quadratmeterpreis angesiedelt ist – darüber war jedoch leider weder in der Presseinformation noch auf der Homepage von Schlagmann was zu lesen. si
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|  | |  | Solarstrom für den Rollladenantrieb Obwohl den meisten "Schreibtischtätern" ein bisschen Bewegung nicht schaden würde, sind selbst die kleinen Handgriffe vielen Menschen einfach nur lästig. Dazu gehört das manuelle Öffnen des Garagentors und das morgendliche Hochziehen und abendliche Herunterlassen der Rollläden. Für beide "Probleme" gibt es schon seit langem elektrische Antriebe, die sich bei Neubauten fast unsichtbar einbauen lassen. Sollen die Rollläden eines Bestandsgebäudes dagegen vom manuellen auf den elektrischen Betrieb umgerüstet werden, muss sich der Bewohner entweder mit ästhetisch weniger ansprechenden Lösungen zufriedengeben oder neue Kabel verlegen, was viel Arbeit und Schmutz mit sich bringt. Eine bessere Lösung bietet Somfy mit seinem Einsteckantrieb Oximo 40 DC Wirefree RTS, der zusammen mit einem Solarkit ausgeliefert wird. Der RTS-Funkmotor arbeitet auf der Basis von 12 Volt Gleichstrom und eignet sich für alle Rollladentypen. Er ist mit drei, sechs oder zehn Newtonmeter Drehmoment erhältlich und für unterschiedliche Wellentypen (SW 40, 50 oder 60) geeignet, so dass auch größere Rollläden bewegt werden können. Der mitgelieferte, sehr kompakte 12-Volt-Nickel-Metall-Hydrid-Akku sorgt dafür, dass ein gewisser Energievorrat gespeichert werden kann und sich die Rollläden somit auch an Tagen mit bedecktem Himmel bewegen lassen. Dank seiner geringen Größe verschwindet der Akku im Rollladenkasten. Sein Gehäuse mit IP 44 schützt ihn vor Spritzwasser und Fremdkörpern, weshalb der Akku auch in Vorbaurollladenkästen sicher untergebracht ist. Das Solarpaneel ist mit Zellen aus dem Hause Schott Solar bestückt, die sich aufgrund des verwendeten amorphen Siliziums durch einen hohen Wirkungsgrad auch bei bewölktem Himmel auszeichnen. Montiert wird das Paneel einfach mit Nieten, durch ein Klebeband oder eine Clipverbindung auf dem Rollladen oder der Fassade. sh
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