|  | |  Beim Quick Step-Solarthermie-Dach steht die Solartechnik hinter der Ästhetik der Titanzink-Eindeckung zurück. Doch muss sich die Technologie keineswegs verstecken: Die intelligente Kombination von Erdwärme, Solarthermie und wirtschaftlichem Bedachungssystem erreicht einen hohen Wirkungsgrad. | Verborgene Qualitäten Nicht nur Denkmalschützer, auch Planer, Designer und Bauherren mit Gespür für Architektur (ja, die gibt's!) erbosen sich zunehmend über das Solar-Stückwerk auf deutschen Dächern. Was zunächst zaghaft auf dem einen oder anderen Häuschen im Neubaugebiet begann, setzte sich explosionsartig auf großformatigen Dachflächen landwirtschaftlicher Anwesen fort und steckte am Ende auch Kommunen und sogar kirchliche Träger an: Der Run auf die Einspeisevergütung für Solarstrom ließ die Bestellungen für Solarmodule ebenso anschwellen wie die Nachfrage nach Pickeln zu Zeiten des legendären Goldrauschs am Klondike Ausgang des 19. Jahrhunderts. Kaum eine Stadt, ein Dorf oder ein Weiler, deren oder dessen Gebäude nicht mit Solaranlagen gespickt sind, wobei die Solarthermie inzwischen deutlich ins Hintertreffen geriet. Vielleicht zum Glück, denn die klobigen Kollektoren sind aufgrund ihrer Bauhöhe optisch weitaus schwieriger in die Dachfläche zu integrieren als schlanke PV-Module. Besonders die auf Unterkonstruktionen ruhenden Aufdach- und Röhrenkollektoren rauben klassisch-traditionellen Ziegel- oder Metalldächern schnell ihren Charakter – sofern dieser nicht bereits durch hässliche Gauben und Erker eingebüßt wurde. Lösungen, bei denen die Solaranlage nicht aufdringlich mit der Dachlandschaft konkurriert, sind daher zunehmend gefragt und stoßen auf ein positives Echo. So auch die Quick Step-Solarthermie-Paneele von Rheinzink, für die der Hersteller aus Datteln auf der Deubau 2010 in Essen den "Innovationspreis Architektur und Bautechnik" eingeheimst hat. Beworben hatten sich dafür insgesamt 22 verschiedene Hersteller mit 28 Produkten. In der Kategorie "Produkt von hoher architektonischer Qualität" verlieh die Jury dem Solarsystem Rheinzink SolarGeoThermie 2Q den ersten Platz und würdigte damit die integrative und leistungsfähige Kombination zweier bestehender Produkte. Der Preissieger bietet erstmals ein montagefertiges Zubehör für erdgekoppelte Wärmepumpen, um deren Effizienz erheblich zu steigern. Die unter der Titanzink-Eindeckung verborgenen Quick Step-Solarthermie-Kollektoren liefern als Niedertemperaturkollektor bis zu 35 °C warmes Wasser, was ausreicht, um damit beispielsweise eine Zisterne zu speisen, die als Wärmequelle für eine Wärmepumpe dient. Damit können die hohen Investitionskosten der für Wärmepumpen üblichen Bohrungen oder Horizontalabsorber gänzlich entfallen. Zusätzlich lässt sich mit dem Warmwasser ein Brauchwasserspeicher im Durchlaufprinzip vorerwärmen. Der Clou dabei: Die Wärmequelle ist gleichermaßen Gestalt gebende Gebäudehülle. Der Prototyp dieser neuen Technologie findet sich in einem Solar-Wohnhaus in Wetzlar. Dort hatte bereits im Jahr 2005 der findige Inhaber eines Fachbetriebs für Bauklempnerei, Sanitär- und Heizungstechnik sein eigenes Häuschen in Zusammenarbeit mit Rheinzink mit dieser innovativen Solartechnik ausgestattet. Sowohl die Beheizung als auch die Bereitstellung des gesamten Warmwassers erfolgt nach dem oben beschriebenen Prinzip, was die gesamten Energiekosten für das Gebäude (beheizte Wohnfläche: 280 Quadratmeter) auf durchschnittlich 40 Euro pro Monat reduziert hat. Bereits 2002 gelang es Rheinzink, mit dem System Quick Step Solar-PV die begehrte Auszeichnung zu ergattern. Auch damals wusste die flächenintegrierte Lösung die Jury zu überzeugen. Insofern ist man sich in Datteln bei der Zielrichtung in der Produktentwicklung bis heute treu geblieben – innovative Integration von Ästhetik und technischer Leistungsfähigkeit. Mögen bitte möglichst viele Unternehmen dem Beispiel von Rheinzink folgen. Dann darf auch der Goldrausch um die Einspeisevergütung gerne noch ein Weilchen anhalten. Sofern die aktuell ins Auge gefasste Kürzung der Pauschale um 15 Prozent dem ganzen Spuk kein plötzliches Ende bereitet. si
>> zum Herstellerprofil
>> zur Homepage von Rheinzink
|
|  | |  Erst 1, dann 2, dann 3: Die drei verschiedenen Designs der Akustikpaneele aus dem Hause Soften von oben nach unten. | Wellenbrecher Flauschige Teppichböden, wallende Gardinen und mit zahlreichen Möbeln ausgestattete Zimmer sind für viele Menschen heute ein abolsutes No-go, wie man Neudeutsch zu sagen pflegt. Die Kehrseite dieser sparsamen Einrichtung und der überall vorherrschenden glatten Flächen ist häufig eine schlechte Raumakustik, denn der Schall kann sich nirgendwo verfangen. Da dieses Problem aber meist erst im Nachhinein erkannt wird, sind Lösungen gefragt, die sich ohne großen Aufwand montieren lassen und auch optisch überzeugen können - von den schallabsorbierenden Eigenschaften ganz zu schweigen. Mit 55 mal 55 Zentimeter großen und fünf Zentimeter hohen Paneelen, die aus recyceltem Polyesterfilz hergestellt werden, rückt das finnische Unternehmen Soften diesem Problem zu Leibe. Die Paneele S1 bis S3 erfüllen nach EN ISO 11654 die Anforderungen der Absorptionsklasse C (hochabsorbierend); mit einer zusätzlichen schallabsorbierenden Füllung ausgerüstet bringen es die flachen Quader, die dann mit S1e, S2e und S3e bezeichnet werden, sogar auf die Absorptionsklasse A (höchstabsorbierend). So schlicht wie die Bezeichnungen der verschiedenen Modelle mit den Ziffern 1 bis 3 sind auch die verschiedenen Designs. Mit einer einfachen Wellenbewegung bringt S1 Ruhe in Büros, Schulen und private Räume, S2 eignet sich für die Liebhaber grafischer Strukturen. An eine schuppenartig übereinandergelegte Schieferverkleidung erinnert das Paneel S3. Befestigt werden die Paneele mit Hilfe eines Klettbandes, das auf deren Rückseite in den vier Ecken bereits vormontiert ist. Wer es mit unebenen Untergründen zu tun hat, kann jedoch auch zu Schrauben und Schraubendreher greifen. Doch bevor es soweit ist, will noch die zur Einrichtung passende Farbe gefunden werden. Neben den Standardfarben Weiß, Schwarz, Hell- und Dunkelgrau bietet Soften seine Akustikpaneele in den 60 Tönen der Kollektion Europost und den 35 Farben von Luna aus dem dänischen Hause Gabriel an. sh
>> zur Homepage von Soften |
|
|