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Rathaus und Stadthalle Eschborn
Begrenzt offener Wettbewerb mit Bewerbungsverfahren Jury Fachpreisgericht: Prof. Carlo Weber, Vors. Dr. Bernd Essig Markus Henrich Joachim Klie Prof. Ulrike Lauber Prof. Ursula Ringleben Sachpreisgericht: Heinz O. Christoph Horst-Günther Döll Fritz W. Krüger Peter Pohlen Wilhelm Speckhardt, Bürgermeister der Stadt Eschborn 1. Preis Schweger Associated Architects Hamburg 2. Preis ap plan mory osterwalder vielmo architekten und ingenieurgesellschaft Stuttgart 3. Preis Jo. Franzke Architekten Frankfurt am Main |
Differenziertes Gebäudeensemble Schweger Associated Architects gewinnen den Wettbewerb um Rathaus und Stadthalle Eschborn. Prof. Peter Schweger, Jens-Peter Frahm und Stephan Kohlrausch stellen sich unseren Fragen zum Wettbewerb. Stadträumliche SituationWorin lag die Herausforderung der Aufgabenstellung? Der alte und neue Standort von Rathaus und Stadthalle markiert die Grenze zwischen der ursprünglichen dörflichen Struktur Eschborns und der großmaßstäblichen Wohnbebauung aus den 70er Jahren sowie den Gewerbestandorten an der Peripherie. Stadt, grünes Wohnumfeld und Gewerbebauten sind bis in das Ortszentrum hinein präsent. Das Rathaus für die Verwaltung, die Stadtverordneten und die Stadthalle werden damit auch zum integrativen Bestand der heterogenen städtebaulichen Struktur, der unterschiedlichen Charakteristika der Stadt Eschborn. Aufgabe und Herausforderung war es, der Stadt an der Schnittstelle der Strukturen ein "Haus" der Identifikation mit ihrer Stadt zu bieten. Für den Ort, für eine effiziente Stadtverwaltung und für den Bürger. Blick vom MarktplatzWie kamen Sie zur Volumetrie des Gebäudeensembles? Zentraler Gedanke ist die Schaffung eines differenzierten Gebäudeensembles, welches die unterschiedliche Maßstäblichkeit der umgebenden Bebauung widerspiegelt. In den Dimensionen findet eine Vermittlung zwischen den Strukturen statt. Drei Baukörper formulieren mit ihrer Anordnung einen "Rathausplatz" als Bürgerforum und Eingangsraum für allen Nutzungen. Deren Typologie entspricht den jeweiligen Inhalten. Das Rathaus stellt sich mit seinen Verwaltungseinheiten an den neu benannten "Marktplatz" und markiert mit seiner Höhe das politische Zentrum des Ortes. Die Stadthalle öffnet sich durch das Foyer hindurch großflächig zum Rathausplatz. Dessen Fläche kann bei Veranstaltungen mit bespielt werden, Platz und Halle verschmelzen zur kulturellen Mitte. Ansicht vom Rathausplatz und ErdgeschossWie organisieren Sie die Hauptnutzungen? Aus der Platzfolge Marktplatz - Rathausplatz entwickelt sich konsequent die Erschließung und innere Organisation der Gebäudeteile. Die ausschließlich barrierefreien Erschließungswege sind klar und orientierungsfreundlich strukturiert. Stirnseitig am Rathausplatz ist der Haupteingang des Rathauses gelegen. An die gemeinsame Eingangshalle direkt angebunden sind die öffentlichen Bereiche mit Besucherverkehr, der Zugang zu den Verwaltungsbereichen, die Stadtbibliothek und das Foyer der Stadthalle. Auch der Sitzungssaal der Stadtverordneten und die Fraktionsräume sind von hier aus ebenerdig erreichbar. Die Stadtbibliothek ist im Erdgeschoss des Rathauses als kulturelle Institution der Bürger direkt am Marktplatz verortet und vom Rathausplatz zugänglich. An der Ostseite des Rathausplatzes strahlt das Foyer der Stadthalle die Veranstaltungsaktivitäten in den Stadtraum aus. Das Restaurant an der Ecke Rathausplatz /Marktplatz öffnet sich gleichermaßen nach außen wie auch zum Foyer der Halle. Die Tagungsräume sind an die obere Foyerebene der Stadthalle angebunden und können von dieser unabhängig genutzt werden. Schnitt und Ansicht vom ParkWelches architektonische Thema war Ihnen besonders wichtig? Stadträumlich spielt für uns die Platzfolge Marktplatz - Rathausplatz eine herausgehobene Bedeutung. Der Marktplatz als altes Zentrum der Stadt, daran anschließend der Rathausplatz als Herzstück des neuen Ensembles. Wir schaffen einen neuen Platz, der sich in dieser Form bisher in Eschborn nicht findet und zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten bietet. Architektonisch sind uns die ausgewogenen Proportionen der Baukörper und die Angemessenheit des Nutzungsangebotes besonders wichtig. Die drei Elemente des Baukörpers wurden gemeinsam mit dem Platz als Ensemble entwickelt, sämtliche Maßverhältnisse sorgfältig aufeinander abgestimmt. Detail und EnergiekonzeptGibt es schon einen geplanten Fertigstellungstermin? Es handelt sich hier um ein VOF-Verfahren, das sich aktuell in der Überarbeitungsphase befindet. Modell von Norden (Foto: Carsten Costard)Das eMail-Interview führte Peter Petz |
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